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Bau-Sozialkasse (Soka-Bau), Platanenhof , Wiesbaden: erst mobben, gemobbten Hausmeister Ralf Rosenbaum rausgeschmissen


Hinter der ruhigen Fassade der Bau-Sozialkasse (Soka-Bau) in Wiesbaden brodelt es.
Auch der Vorstandvorsitzende, und das Mitglied der IG-Bau, blieb bisweilen bei Mobbing-Fällen untätig.
Der gemobbte Hausmeister Ralf Rosenbaum wurde rausgeschmissen.
Selbstmordgedanken plagen nunmehr andere Kollegen.

Wie geht Soka-Bau mit Mitarbeitern um?
Der Betriebsrat trug den Schweigeappell mit.
Viele redeten trotzdem.

Das Wiesbadener Tageblatt meldete am 22.08.2006 mobbing -verdächtige Vorgehensweisen bei der Bau-Sozialkasse (Soka-Bau).
Eigentlich hatte hier bei der Sozialkasse der Bauwirtschaft zu 50 Prozent die IG BAU das Sagen.
Trotzdem klagten Mitarbeiter über Mobbing und Schikanen - und darüber, dass Führung und Betriebsrat sie zum Mundhalten verdonnert hatte.

Offiziell hielt der Maulkorb.
Offiziell redete kein
Mitarbeiter der Bau-Sozialkasse (Soka-Bau) öffentlich darüber, wie das Unternehmen mit seinen Mitarbeitern umgeht.
Die Geschäftsleitung und Betriebsrat wurden nervös nach dem der Bericht des Wiesbadener Tageblatts über die umstrittene Entlassung des Platanenhof-Hausmeisters Ralf Rosenbaum berichtete.

Doch im Schutz der Anonymität trauten sich viele, ihre Ängste auszusprechen:
Sie berichteten von unrechtmäßigen Kündigungen, heftigem Druck von oben und übermäßiger Arbeitsbelastung.
War der "Rauswurf auf Ansage", wie sich der
Anwalt des Hausmeisters ausdrückte, nur die Spitze des Eisberges?
Und das in einem Betrieb, der halb den Arbeitgeberverbänden der Baubranche gehört - und halb der IG BAU?

"Alle hier haben Angst um ihren
Job" erzählte ein Anrufer dem Wiesbadener Tageblatt.
Der Anrufer wollte unbekannt bleiben. Die Redaktion der Zeitung nannte ihn den "Ersten".
Der "Erste" brach das Stillschweigen, das die Geschäftsleitung verhängt hatte.
"Sogar der Betriebsrat trägt diesen Maulkorb mit", sagt er.
Auch er habe schon das zu spüren bekommen, was man "Leistungsverdichtung" nenne.
"Dass der Zug in diese Richtung geht, uns immer mehr
Arbeit aufzuhalsen, wussten wir ja schon länger", sagt er.
Aber was sich jüngst abspiele, sei "sogar für uns" ungewohnt drastisch.
"Soweit ich weiß, gibt es eine ganze Reihe von Kündigungen, deren Berechtigung umstritten ist und die in der Schwebe sind."
Er hatte den Eindruck, dass hinter all dem ein System steckt:
"Ich empfinde es so, als ob die
Arbeitgeber wegen rückläufiger Beitragszahlungen den Personalbestand bei uns verkleinern wollen."

Personal abbauen also - aber wie?
Der Fachanwalt für
Arbeitsrecht Dr. Stefan Ritter, der den entlassenen Hausmeister vor Gericht vertrat, sah dessen Fall in einem ähnlichen Licht.
"Wer Beschäftigte entlassen will, tut dies normalerweise über betriebsbedingte Kündigungen", erklärt er.
Das sei aber vielen Firmen unbequem:
Denn dafür müsse man Gründe angeben, Geschäftszahlen offen legen - und die Sozialauswahl berücksichtigen. "Schon seit Jahren beobachten wir, dass statt dessen versucht wird, die Leute über `verhaltensbedingte` Kündigungen loszuwerden.
Dafür sucht man in den Krümeln, um den Leuten Abmahnungsgründe in die Schuhe zu schieben
"Meist funktioniere das sogar:
Nur jeder dritte Entlassene klage gegen einen Rauswurf.

Auch eine andere Anruferin berichtete von "unrechtmäßigen Kündigungen", es gebe "große Probleme, vor allem in der Bauabteilung.
Der Vorstand predige Wasser und trinke
Wein, halte sich an keine Betriebsvereinbarung.
"Die
Mitarbeiter werden unter Druck gesetzt und an den Rand des Selbstmordes getrieben.
"Die Beschäftigten der Abteilung hätten sogar an den Vorstand geschrieben, "dass es so nicht weitergehen kann".

Ob es eine solche Mitarbeiterinitiative gibt, dazu wollte der Betriebsrat nichts sagen.
Statt dessen trug er den internen Stillhalte-Appell mit - der aber nur wenig bringt, denn viele
Mitarbeiter wollen sich nicht kaltstellen lassen.
Viele, zum Teil Mitglieder der Baugewerkschaft, ärgern sich vor allem darüber, dass ausgerechnet ein von der IG BAU eingesetztes Vorstandsmitglied dazu beitrage, den Druck auf die Belegschaft zu erhöhen.
Sie fragten sich, was aus ihrer Interessenvertretung geworden ist.
Vom diesem Vorstandsmitglied war eine Stellungnahme nicht zu bekommen - zuerst war er "in einer Besprechung", später "weg" und "nicht zu erreichen".

An Deutlichkeit fehlte es in den Klagen nicht:
Ein
Mitarbeiter, nach eigenen Angaben auch Hausmeister, bezeichnet das Verhalten dieses Vorgesetzten und der "ausführenden Organe in der Bauabteilung" als "Schikanieren und Mobben".
Er klagte: "Unser
Arbeitgeber belastet uns ständig mit Arbeiten, die in den Verwaltungsbereich gehören"

Da sei die eigentliche
Arbeit eines Hausmeisters nicht mehr zu bewältigen.
Das sei auch in den alljährlichen Hausmeistersitzungen mit der Geschäftsleitung festgestellt worden.
Aber geändert habe sich nichts:
"Die Gewerkschaft tut doch nichts für uns, sondern tanzt nach der Pfeife des Vorstandes."
"Und wenn die Hausmeister ihren Vorgesetzten meldeten, sie schafften die Arbeit nicht mehr, kämen Antworten wie:
"Es stehen Hunderte draußen, die das gern machen würden."




Ein ehemaliger Mitarbeiter meldete sich zu Wort, auf Grund des obrigen Beitrages



Hallo,

habe hier Ihren Eintrag über SokaBau gelesen. Mir ist es auch so ergangen aber schon im Jahr 2004..............eine Zeit lang wurde ich wegen Nichtigkeigen beobachtet und gemoppt.........und das über 2 Jahre lang..........aber ich hielt durch, dann ermahnt wegen Nichtigkeiten und dann wurde mir wegen einem nicht diktierten Komma und einem noch von mir im Entwurf zu überarbeitenden Sachverhalt auf einem Diktatband die Rückstufung in eine Sachbearbeiterposition nahegelegt bzw. mir nahegelegt eine betriegbsbedingte Kündigung zu akzeptieren. Es wurde mir ebenso nahe gelegt, falls ich den Sachbearbeiterposten akzeptiere, dass ich ständig unter Beobachtung stehen würde und bei dem kleinsten Fehler eine Abmahnung erhalten würde, in Folge dann eine
fristlose Kündigung. Bei solch einer Drohung blieb mir nur aus Selbsterhaltungsgründen die Möglichkeit eine fingierte betriebsbedinge Kündigung zu akzeptierne. Alles ist sehr seltsam gelaufen. Habe das alles bis heute noc nicht richtig verstanden. Einen Anwalt hatte ich auch eingeschaltet, der aber war M.E. nicht der richtige Ansprechpartner und kompetent gernug in dieser Sache. Es gab eine gesetzeskonforme Abfindung ..............ok.......abe saube war das alles nicht.

Also nichts neues, was ich da von dem Unternehmen höre. Passt alles in den von Ihnen berichteten Rahmen. Man wollte einfach Mitarbeiter los werden, egal wie, weil ja Personal wegen schlechter Beitragseingänge auf Grund des Rückgangs im Baugewerbe reduziet wrden musste.

Gruss

Becker

 
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