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  Grundlage der SOKA
 

Grundlagen Soka Bau Umlageverfahren West

These: Das nachträglich angewandte Umlageverfahren der SOKA Bau kann kein Betrieb überleben, der realistische Kalkulationen betreibt :

Nachweis:

Ableitung: Tarifvertrag ist (im übertragenen Sinne) die Grundlage für die Tätigkeitsberechtigung der ZVK. (ZVK kennt jeder, SOKA wird üblicherweise als Abkürzel für Kampfhunde verwandt, weswegen das nicht benutzt werden soll )

Beitragssatz : 19,8 % vom Bruttolohn für Arbeitnehmer.

(12 Monate Jahresarbeitszeit mit 20 Arbeitstagen also 4 Wochen zu je 39 Stunden = 1872 h) mit einen Mindestlohn von € 10,80 und €12,90 also im Mittel @11,00 (BAU) ergibt eine Lohnsumme von € 20.592,– / Mitarbeiter und anno

Hierrauf werden an Beiträgen an die ZVK fällig: 19,8 % entspricht einem durchschnittlichen Mannjahresbeitrag von € 4.077,22 an die SOKA Bau.

Unser Mustermann hat einen Tarifvertrag mit 30 Tagen Urlaubsanspruch, wir unterstellen, dass alles optimal läuft und der Betrieb kennt sich perfekt in der Abrechnung aus, muss also keine weitere Abrechnungsleistung einkaufen:

Mustermann Karl hat nach 30 Tagen einen Anspruch auf Vergütung von 6 x 39Stunden = 234 Stunden x € 11,00 = € 2.574,–

Ich gehe davon aus, dass die Abrechnung sich von Zauberhand erstellt. Also ich rechne “parteiisch” für das SOKA Bau Verfahren :

Für den Betrieb stellt sich die Siutaion nun wie folgt dar: Seit der Mitgliedschaft im SOKA Verfahren werden pro Mitarbeiter €1.583,22 zusätzlich fällig.

Das entspricht einer Verteuerung (1) seiner  vorherigen Urlaubskosten um 61,5 %

Leicht vorstellbar, dass bei rückwärtigen Veranlagungen genau die Betriebe ins Messer laufen, die vernünftige -realistische- Deckungsbeiträge kalkuliert haben.

(1) – Der Umstand dass einige weitere Leistungen wie Zusatzrente und Auszubildenförderung enthalten sind wurde thematisch hier vernachlässigt weil als schöner Nebeneffekt erst dann einsetzend, wenn der Betrieb existieren kann !

Eigene Wertung:

Was bitte soll man denn zu der Einstellung einiger Arbeitgeber Verbände im Bauwesen sagen, die argumentieren, dass diese teurere Variante eine Wettbewerbsverzerrung darstellt ? Wenn einer irgendwo mehr zahlt muß das Gesetz Sorge tragen, dass es gefälligst alle tun ? Das hat mit Demokratie erswt dann etwas zu tun, wenn auch der IKEA Schrank Monteur diesem verfahren unterworfen wird, Sorry.

Sobald mir alle belastbaren Zahlen vorliegen, will ich einmal interpolieren wieviel Geld von diesen oben genannten 61,5 % ( WEST) dann komplett in Wiesbanden verbleiben, also als Verwaltungskosten benötigt werden. Und den Wert multiplizieren wir dann mit der Anzahl der Beschäftigten. Mir wird jetzt schon schwindelig.

- Nicht berücksichtigt in diesem Beispiel sind:

  • Beitragserhöhungen aus Überstunden und sonstigen Zuwendungen
  • Wettbewerbsnachteile im europäischen Ausland
  • freiwille oder tarifliche Leistungen 13. Monatsgehalt und oder Weihnachtsgeld

Alle die oben genannten Punkte verschlechtern das Rechenbeispiel zu Gunsten meiner These.

Abschließend will ich mal fragen wann denn vorraussichtlich die nächste Lohnerhöhung nach der ZVK Erfassung stattfindet ? Der Theorie oben folgend:

Nie  !

Haben Sie das so gewollt  Herr Georg Leber ?

 
 

2 Kommentare zu „Grundlagen Soka Bau Umlageverfahren West“

 
 
 
  •  Jens:

    Danke für die einfache aber doch genau den Punkt treffende Rechnung.
    Ich mache mir auch schon einige Zeit Gedanken wie der ZVK das Wasser abzugraben ist.
    Wie wir alle wissen leitet die ZWK ihre Daseinsberechtigung einzig und allein aus der vermeintlichen Allgemeinverbindlichkeit des aktuellen Tarifvertrages ab.
    Wenn wir uns aber mal die Voraussetzungen für diese AVE genauer anschauen insbesondere die 50% Regelung werden stellt sich die Frage woher kommen den die Zahlen die diese 50 % belegen?
    Nach meiner Recherche gibt es hierzu keinerlei belastbare Zahlen.
    Der Zentralverband des Baugewerbes ebenso wie der Hauptverband desBaugewerbes geben keinerlei Zahlenmaterial hierzu heraus (oh Wunder)
    Auch Anfragen an die BA, Handwerkskammer, Statistisches Bundesamt und DGB ergeben keinerlei brauchbares Zahlenmaterial.
    Im Besonderen ein Anruf beim Bundesministerium für Arbeit (Herr Berger 0228-995274163) bestärkt mich in meiner Vermutung das hier im ganz großen Rahmen manipuliert und gelogen wird.
    Auf Deutsch die sind sich einig und verarschen uns alle.
    Ich bin kein Rechtsanwalt, aber ich denke hier sollte mal jemand den Hebel ansetzen. Vor Gericht bzw. im Vorfeld sollte grundsätzlich aufgrund fehlender Voraussetzungen auf Einstellung der Verfahren argumentiert werden. Ich denke mal ein guter Anwalt (keiner aus Wiesbaden) sollte hier doch eine Lösung finden!
    Grüße aus Hessen

     
     
  • Die Allgemeinverbindlichkeitserklärung ist der Schlüssel. Das gilt auch und gerade für Unternehmen, die in der Vergangenheit Prozesse gegen die SOKA verloren haben. Aber wie jeder Weg ist auch das ein dorniger. Erstens: Es ist nicht so einfach, dass man der SOKA nur die fehlenden Voraussetzungen des § 5 TVG vorhalten müsste und alles wäre gut. Die Rechtsprechung verlangt vom Unternehmen – nicht von der SOKA – den Nachweis des Fehlens dieser Voraussetzungen. Dieser Nachweis kann nur mittels einer eigenen statistischen Erhebung geführt werden. Die zu bezahlen, wird sich kaum ein interessiertes Unternehmen leisten können – zumal man auch wissen muss, welche Informationen man eigentlich benötigt. Unsere Kanzlei hat eine solche Erhebung gemacht und nutzt sie für ihre Mandanten. Aber man muss sich mit dem Gedanken anfreunden, dass auch das – natürlich – Geld kostet und der Sieg nicht morgen vor der Tür steht. Wer den FAKT-Beitrag gesehen hat, weiß, dass das System auch eine ecchte Lobby hat. Zweitens: Es stimmt, dass die Sache auf Klage der Fachgemeinschaft Bau hin vor dem Verwaltungsgericht Berlin verhandelt wird. Das Bundesverwaltungsgericht hat hierzu nur entschieden, dass die Fachgemeinschaft überhaupt klagebefugt ist, mehr nicht. Weder gibt es im Verfahren bereits eine inhaltliche Stellungnahme dder Bundesrepublik Deutschland, noch kann man davon reden, dass die verwwaltungsgerichte die Sache bereits entschieden hätten. Wer also – drittens – etwas unternehmen will, um hier und heute sein Unternehmen zu retten, sollte jetzt auch handeln. Dazu braucht man die richtigen Anwälte – und die gibt es nur abseits wohlfeiler Rechtstipps – und eine Menge statistisches Material – das, siehe oben, niccht jedermann hat. Hoffnungslos ist das also nicht. Das Problem scheint eher zu sein, dass betroffenen Unternehmen zu klein sind, um den Kampf zu schultern, zu wenig Zugang zu qualifizierter Beratung haben oder sich schlicht zu leicht in ihr Schicksal ergeben.

    quelle: soka-bau-wagen.de

 
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